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Montag, 30. Januar 2012 11:56

Vitamin D übertrumpft Impfungen bei der Verhütung von Grippeinfekten

Wenn Wissenschaftler etwas entdeckt hätten, das um sagenhafte 800 % besser als Impfungen eine Grippe verhüten könnte, würden Sie nicht auch denken, dass sie deswegen Luftsprünge machen würden? Egal was vorher war, wäre das nicht der Ansatz, um Kinder und Erwachsene wirksam vor der Grippe zu schützen? Ein klinischer Versuch, der von Mitsuyoshi Urashima geleitet und von der Abteilung Molekulare Epidemiologie des Kinderressorts an der medizinischen Fakultät der Jikei Universität Minato-ku in Tokio durchgeführt wurde, fand heraus, dass Vitamin D äußerst wirkungsvoll Grippeinfekte von Kindern fernhalten konnte. Die Studie erschien in der Ausgabe März 2010 des Amerikanischen Journals für Klinische Nahrungsergänzung ((Am J Clin Nutr (March 10, 2010 ). doi: 10. 3945/ajcn.2009.29094) Die Resultate stammen aus einer randomisierten, doppelblinden und Placebo-kontrollierten Studie, die an 334 Kindern durchgeführt wurde, denen zur Hälfte täglich 1200 I.E. Vitamin D verabreicht wurde. Mit anderen Worten: Dies war eine „strenge“ wissenschaftliche Studie, die den obersten Standards wissenschaftlicher Beweisführung entsprach. In aller Regel wird ja sonst immer behauptet, dass Studien mit Nahrungsergänzungsmitteln „unwissenschaftlich“ wären. Diese Kritik ist bei dieser Studie nicht angebracht. In der Studie, die über vier Monate lief, wurden 31 von 167 Kindern der Placebogruppe mit der Grippe angesteckt (das sind 18%), jedoch nur 18 von 168 (das sind 10 %) Kindern der Vitamin-D-Gruppe. Das bedeutet, dass Vitamin D für eine Reduzierung auf etwa 8 Prozent (gemeint ist: von 18 % auf nur 10 %) verantwortlich war. Grippeimpfungen, die den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen, erreichen nur eine einprozentige Reduktion der Grippesymptome. Im Klartext: Von 100 geimpften Personen können immer noch 99 Personen eine Grippe bekommen. Diese Erfolgsquote ist – gemessen am Aufwand – unglaublich mager. Der Nutzen von Grippe-Impfstoffen ist in der Öffentlichkeit allerdings weithin unbekannt, da von den Herstellern solche Nachweise nicht veröffentlicht werden – sofern sie überhaupt untersucht werden. Ob eine Grippeschutzimpfung schützt oder nicht ist nicht schlüssig bewiesen. Anders bei Vitamin D: Die Studienergebnisse bedeuten in der Konsequenz, dass Vitamin D Kinder vor Grippeinfektionen um 800 Prozent wirksamer schützt als Impfungen. 


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